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Donauuferbahn

Donauufer Wien Handelskai - Praterkai

Das Zentrum wird sich in Zukunft immer mehr an die Donau verlagern.

Eine S-Bahn entlang des Handelskais ist allein deshalb unerlässlich und ermöglicht einen S-Bahn-Ring um die Stadt.

Handelskai: derzeit Endstation

Die Station Handelskai gilt als einer der bedeutendsten Umsteigeknoten im Nordwesten Wiens. Hier kreuzen sich die Züge der Stammstrecke mit der Vorortelinie S45, außerdem kann zur U-Bahn und einigen Buslinien umgestiegen werden. Die Vorortelinie hat am Handelskai Endstation. Die Strecke verendet hier, obwohl die Weiterführung der Linie entlang der Donauuferbahn absolut nahe liegend scheint.

Umsteigeknoten Handelskai
Umsteigeknoten Handelskai aus der Vogelperspektive  (© 2009 Microsoft Virtual Earth TM)

Donauuferbahn Wien

S45 bei der Überquerung des Donaukanals

 

Handelskai - Donauuferbahn

Die Verlängerung der S45 entlang des Handelskai bis zur Station Praterkai würde eine enorme Aufwertung des öffentlichen Verkehrs im 2. Bezirk mit sich bringen und viele neue Direktverbindungen schaffen.

(…) markante Verbesser­ungen im Wiener ÖV-Netz (…) von der Station Heiligen­stadt aus etwa 15% aller Wiener Haltestellen im Durchschnitt über 5 Minuten schneller erreichbar

aus der IPE-Studie über die S45-Verlängerung. Link zur Studie (PDF)

1996 wurde die Verlängerung der S-Bahn bis Praterkai zwischen der Stadt Wien und dem Bund sogar offiziell vereinbart, jedoch wurde dies aufgrund der Planungen für die U2-Verlängerung nach Aspern revidiert. Heute wird das Projekt vor allem von den Grünen und der ÖVP gefordert (siehe Links), anscheinend scheitert es ausschließlich an der Finanzierung. Der Ausbau verschiedener U-Bahn-Linien in zum Teil noch nicht einmal erschlossene periphere Stadtrandgebiete wird wichtigen Projekten wie der S-Bahn Donauländebahn vorgezogen (obwohl die Kosten dafür verhältnismäßig minimal wären).

Masterplan Verkehr 2003

Dieser umfasst unter anderem die Attraktivierung der Stammstrecke, die Donauländebahn - Ostbahn sowie die Bahnhofs­offensive (Umbau, Neubau) sowie die Errichtung der Stationen Unterdöbling (S45), Gudrunstraße (S80), Leberstr. (S7/S80) und A.-Blamauer-Gasse

Die Verlängerung der S45 wurde bereits im Masterplan Verkehr Wien 2003 festgelegt und hätte bis 2007 realisiert werden sollen - bisher ist nichts geschehen. 2006 ließ die Stadt Wien (MA 18) die Möglichkeit der S45-Verlängerung auf der Strecke Handelskai – Praterkai verkehrs­planerisch bewerten. Die Studie wurde von der IPE (Integrierte Planung und Entwicklung regionaler Transport- und Versorgungs­systeme) durchgeführt. Das Ergebnis zeigt eindeutig auf, dass es sich hierbei um eine hochrangige Verbindung im öffentlichen Verkehr sowie eine optimale Ergänzung zur U2 handeln würde.

Auch von politsicher Seite wird die Verlängerung der S45 immer wieder gefordert. Hier finden Sie Auszüge aus der Rathauskorrespondenz mit jenen Forderungen, die Stadtpolitiker bereits stellten.

Zuletzt gab es im Juli 2006 für einige wenige Stunden einen S-Bahn-Betrieb zwischen Handelskai und der Reichsbrücke. Anlässlich des Donaupromenadenfestes der SPÖ wurde ein neuer Schnellbahnzug der Reihe Talent getauft.

Zweigstrecke zum Praterstern

Von der Donauuferbahn könnte etwa im Bereich der Brigittenauer Brücke (hier wäre die Errichtung einer Haltestelle sinnvoll) ein Verbindungsgleis Richtung Praterstern abzweigen. Die Strecke würde durch das heute ungenutzte Nordbahngelände führen, welches zum Entwicklungsgebiet ziel2wien gehört. Auf diese Weise könnte in Wien ein kompletter S-Bahn-Ring um die Stadt entstehen. Dieser würde die überfüllten Linien U1 und U3 im Stadtzentrum entlasten und zugleich die Einbindung der S40 (Tulln) in die Stammstrecke ermöglichen.

Genaue Informationen zur Verbindung Handelskai - Praterstern über das ehemalige Gelände des Nordbahnhofes.

Waterfront

Wien ist Weltstadt am Wasser. Nachdem sich der Donaukanal und die Donaucity in den vergangenen Jahren stark entwickelt haben, wird sich das Stadtzentrum in den kommenden Jahrzehnten immer stärker Richtung Donau verlagern. Auch in Wien wird der derzeit weltweit anhaltende Trend, Städte näher ans Wasser zu bringen bald Einzug halten bzw. hat bereits begonnen. Die Nutzung von alten Hafenflächen und brachliegenden Gleisen gehört ebenso ins Konzept wie die Beseitigung von Bausünden der vergangene Jahrzehnte (zB Autobahnknoten).

Waterfront
Blick vom Donauturm zum Handelskai

„Jetzt geht es darum, die Stadt wirklich an die Donau zu bringen. Das rechte Donauufer soll lebendig und abwechslungs­reich gestaltet werden“

Planungsstadtrat Rudi Schicker
über die Waterfront.

Entlang des Handelskais könnte bald ein völlig neuer Stadtteil entstehen. Die direkte Lage am Wasser im Zusammenhang mit der Nähe zum Stadtzentrum würde die Waterfront zu einem der attraktivsten Vierteln Wiens werden lassen. Zwischen den einzelnen Wohnanlagen würden großzügig angelegte Shopping-Promenaden und Parks entstehen. Hotels, Dienstleistungsbetriebe und soziale Einrichtungen runden das breite Angebot ab. Die Waterfront hat das Potenzial, "Wiens neue Mariahilfer Straße" zu werden.

Der Stadtentwicklungsplan aus dem Jahr 2005 fokussiert nun erstmals das rechte Donauufer und erklärt es als definiertes Zielgebiete "Waterfront". Im Zusammenhang damit veranstaltete Wien bereits 2007 ein internationales Symposium unter dem Namen "Waterfront Development".

Verkehr entlang der Waterfront
Verkehr entlang der Waterfront (Karte © ViennaGIS, MA41)

Verkehrstechnisch wäre die Anbindung durch die U1 (Station Vorgartenstraße) zum Teil bereits gegeben. Im Zuge der Entstehung des neunen Stadtteils entlang der Donau würde die S45 parallel zum Handelskai Richtung Praterkai verlängert werden. Sinnvoll wäre, die Trasse direkt unter die neuen Bauprojekte entlang der Donau zu verlegen, um diesen keinen Platz zu rauben. Die Stationen würden in Tieflage errichtet werden und über mehrere Stationszugänge über die Donaupromenade zugänglich sein.

Entlang der Donau könnte zusätzlich ein Betrieb mit Personenschiffen aufgenommen werden, welche die einzelnen Abschnitte der Waterfront mit der Donauinsel verbinden würde. Das Schifffahrtszentrum bei der Reichsbrücke wäre der zentrale Ausgangspunkt. Hier werden in Zukunft wesentlich verstärkt neue Wasserverbindungen entstehen, vor allem ins osteuropäische Ausland.

Station Reichsbrücke, Zentrum der künftigen Waterfront
Station Reichsbrücke, Zentrum der künftigen Waterfront.  (Karte © 2009 Microsoft Virtual Earth TM)

Eine Station beim Stadioncenter (auf Höhe Meiereistraße) würde bei Groß­veranstaltungen im Stadion die U2 entlasten. Optimale Umsteigemöglichkeit zur U-Bahn wäre dann an der Haltestelle "Donaumarina" zur neune U2 gegeben.

Im Bereich dieser neune Station um den Yachthafen Marina Wien wird der ebenso völlig neue Stadtteil "Marina City" entstehen. Auf etwa 150.000 Quadratmeter sind vor allem Büroflächen und Einkaufsmöglichkeiten geplant. Durch die neue S45 wird dieser Stadtteil optimal sowohl mit dem Norden der Stadt und den westlichen Vororten, als auch über Hafen und Kaiserbersdorf mit dem Flughafen verbunden.

Station Donaumarina
Station Donaumarina aus der Vogelperspektive  (Karte © 2009 Microsoft Virtual Earth TM)

Praterkai

Nach der geplanten Marina City verläuft die Trasse weiter bis zur Stadlauer Ostbahn­brücke. Züge der Laaer Ostbahn bzw. der S80 (Südbahnhof-Hausfeldstraße) halten hier an der Station Praterkai. Die Lage der Donauländebahn wäre geradezu optimal für die Errichtung eines Bahnsteiges für die neue S-Bahn entlang der Donau - beim Bau der Station Praterkai wurde bereits eine zukünftige Umsteigestation eingeplant.


Station Praterkai aus der Vogelperspektive (© 2009 Microsoft Virtual Earth TM)

Die Verlängerung der S45 bis Praterkai wäre der erste Schritt zur Verwirklichung eines durchgehenden S-Bahn-Rings um die Stadt. Im Bereich der Station Praterkai könnte eine Verbindung zur Laaer Ostbahn geschaffen werden. Die Züge würden über Simmering direkt zum neuen Hauptbahnhof fahren und von dort über Meidling Richtung Vorortelinie.

Eine weitere Strecke könnte vom Praterkai über die Gleise der Donauuferbahn vorbei am Hafen Freudenau Richtung Kaiserebersdorf führen. Bei einer Verlängerung dieser Strecke über die Donauländebahn (Kaiserebersdorf-Oberlaa-Meidling) könnte so auch ein großer S-Bahn-Ring um Wien entstehen.


Gleisnetz am Praterkai (© 2009 Microsoft Virtual Earth TM)

Parterkai Stationsgebäude

Verbindungsleis zur Laaer Ostbahn

Station Praterkai

S80 am Praterkai

Hafen Freudenau - Albern

Die Trasse der Donauuferbahn zwischen Praterkai und der Winterhafenbrücke verläuft parallel zur Freudenauer Hafenstraße. Die Station Hafen Wien wäre etwa auf Höhe des Kraftwerks Freudenau zu errichten.

Der Wiener Hafen beschäftigt derzeit über 200 Personen, rechnet man alle am Areal des Hafens angesiedelte Betriebe dazu, so kommt man auf etwa 5.000 Arbeitsplätze. Der Bedarf nach einem raschen Transportmittel darf also keineswegs unterschätzt werden. Der Großteil aller Beschäftigten ziehen bislang den eignen PKW vor, schließlich wird das Gebiet derzeit von gerade einmal einer Autobuslinie bedient.

Im Bereich Albern verläuft die Trasse der S-Bahn in weiter Distanz zum Siedlungsgebiet. Daher wäre von einer Station hier vorerst abzusehen oder diese ggfs. später zu errichten. Möglich wäre aber die Verlängerung der Linie 71 von Kaiserebersdorf (Zinnergasse) bis zum Bahnhof Albern mit Verknüpfung zur S-Bahn.

Hafen Wien

Freudenau

Kaiserebersdorf

An der Stadtgrenze zwischen Wien und Schwechat, am Ende der Simmeringer Hauptraße gelegen, befindet sich die Haltestelle Kaiserbersdorf. Die Station wurde im Zuge des Ausbaus der Flughafenschnellbahn im Jahr 2000 errichtet und ersetzte den alten Bahnhof Klein-Schwechat.

Durch die Verlängerung der S-Bahn von Handelskai über die Donauuferbahn und dem Hafen bis Kaiserebersdorf würde hier eine Umsteigstation entstehen. Kaiserebersdorf wäre Verbindungspunkt der Flughafenschnellbahn (heute S7), der neuen Strecke zum Handelskai sowie der neuen S-Bahn-Linie über die Donauländebahn nach Meidling. Anschlussverbindungen ohne lange Wartezeit zwischen der Ringbahn und der Strecke zum Flughafen müssen hier gegeben sein.

Neben der Funktion als S-Bahn-Knoten könnte der Haltepunkt auch zur Abfahrtsstelle der Regionalen Buslinien im Raum Schwechat werden. Ideal wäre die schon lang geplante Verlängerung der Straßenbahnlinie 6 vom Zentralfriedhof Richtung Schwechat. Da die Gleise heute bereits bis zur Hauptwerkstätte der Wiener Linien reichen, wäre nur ein sehr kurzes Stück mit neuen Gleisen zu verlegen. Platz für eine Wendeschleife und die Vergrößerung der Park+Ride-Anlage wäre ausreichend vorhanden.

Kaiserebersdorf Schnellbahn
Station Kaiserebersdorf mit Anschluss zu Straßenbahn und Bus  (© 2009 Microsoft Virtual Earth TM)

Von hier aus gäbe es 2 Varianten, die Ringbahn weiterzuführen. Einerseits könnte die Trasse über die Ostbahn und dem Hauptbahnhof Nach Meidling führen, andererseits wäre auch die Strecke über die Donauländebahn nach Kledering, Oberlaa und dem Wienerberg möglich.

Interessante Webtipps

Webseite der Österreichische Bundesbahnen |  Webseite der Schnellbahn Wien