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Laaer Ostbahn

S80 in der Station Haidestraße

Im Osten Wiens müssen zusätzlich zur neune U2 neue Schnellverbin­dungen entstehen. Modernisierung und Ausbau der Strecke sowie die Errichtung neuer Halte sind dazu erforderlich.

Südbahnhof - Erzherzog-Karl-Straße

Vom heutigen Südbahnhof (Ostseite) verläuft die Trasse der Laaer Ostbahn über Simmering und Stadlau Richtung Norden (Mistelbach) und die Slowakei (Bratislava). Innerhalb der Stadt fahren entlang dieser Strecke die Züge der S80 bis zur Station Hausfeldstraße im 22. Bezirk in einem 30-Minuten-Takt (vor einigen Jahren gab es jedoch eine Verdichtung der Intervalle auf 20 Minuten). Vereinzelt werden auch Züge von Leopoldau aus über diese Strecke zum Südbahnhof geführt, dieses Angebot wird jedoch aufgrund der langen Fahr- und Wartezeiten kaum genutzt.

Frühere Planungen der S-Bahn sahen im Bereich Simmering eine Kreuzungsstation mit der der Flughafenschnellbahn S7 vor. Im Zuge der U3-Verlängerung nach Simmering wurde jedoch nur die die bestehende Station ausgebaut und modernisiert. Die Errichtung der Haltestelle "Leberstraße" (Verknüpfung S7/ S80) ist jedoch Weiterhin im Masterplan Verkehr 2003 vorgesehen.

Die Station Haidestraße erschließt das Gewerbegebiet Simmeringer Heide und bietet Umsteigemöglichkeit zu Bussen nach Kaiserebersdorf. Von hier aus verläuft die Strecke durch den Prater zur Haltestelle "Praterkai".

Im Zuge des Ausbaues der Donauuferbahn und der Verlängerung der S45 entlang der Donau könnte am Praterkai ein wichtiger Umsteigeknoten errichtet werden. Fahrgäste vom Hauptbahnhof bzw. aus dem Norden hätten hier raschen Anschluss Richtung Hafen, Kaiserebersdorf, dem Flughafen sowie Heiligenstadt und den westlichen Bezirken.

Bei der Umsetzung eines S-Bahn-Ringes um Wien gäbe es außerdem die Möglichkeit, Züge der S45 über die Donauuferbahn bis Praterkai und ab hier über Simmering bis zum Hauptbahnhof zu führen.

Die Laaer Ostbahn quert nach dem Praterkai die Donau und erreicht Lobau, diese Haltestelle dürfte im Zuge der U2-Verlängerung jedoch aufgelassen werden.

In Stadlau entsteht gerade die neue Umsteigestation zur U2, welche im Herbst 2010 nach Aspern verlängert wird. Fahrgästen wird es daher bald möglich sein, hier direkt von der U-Bahn Richtung Mistelbach, Laa/ Thaya und Bratislava umzusteigen.

Bei der Station Erzherzog-Karl-Straße teilt sich die Strecke: Gleise Richtung Norden führen nach Mistelbach und Laa/ Thaya, nach Osten führt die Marchegger Bahn vorbei an der Hausfeldstraße und der geplanten Seestadt Aspern bis Bratislava.

Im Herbst 2009 wurde außerdem bekannt, dass die Verbindung der S7 von Leopoldau über die Laaer Ostbahn zum Südbahnhof am den kommenden Fahrplanwechsel nur noch stündlich bedient wird. "Nur durchschnittlich zehn bis 20 Fahrgäste" nutzen dieses Angebot laut Michael Fröhlich, Regionalmanager Ostregion des ÖBB-Personenverkehrs. (Könnte das nicht viel mehr an dem geringen Bekanntheitsgrad sowie den langen Wartezeiten ligen, welche die Verbindung unattraktiv machen?)

Laaer Ostbahn

Erzherzog-Karl-Straße - Leopoldau

An der Station Erzherzog-Karl-Straße zweigt die Marchegger Ostbahn Richtung Bratislava ab. Diese fährt weiter gerade Richtung Norden und führt nach wenigen Minuten vorbei am Gewerbepark Stadlau - leider ohne Halt. Der 1996 eröffnete Gewerbepark ist derzeit ausschließlich mit der Linie 27A zu erreichen, was zur Folge hat, dass Einkäufe fast ausschließlich mit dem Auto erfolgen. Eine Station für die S-Bahn hier wäre äußerst einfach und ohne großen Aufwand zu errichten. Mittlerweile haben sich immerhin über 30 Firmen am Gewerbepark angesiedelt, welche über 1.400 Arbeitsplätze schaffen.

Geplant ist auch die Verlängerung der Linie 26 vom Kagraner Platz aus Richtung Hirschstetten und Hausfeldstraße mit einem eigenen Halt am Gewerbepark in Hochlage. Im Zuge dieser Verlängerung könnte eine neue Umsteigestation von S-Bahn und Straßenbahn  entstehen.

Gewerbepark Stadlau
(Karte © 2009 Microsoft Virtual Earth TM)

Station Erzherzog-Karl-Straße

Linie 26 Station Gewerbepark (© wien.at, MA18)

Straßenbahn Linie 26

Laaer Ostbahn (Karte © 2009 Microsoft Virtual Earth TM)Etwas weiter nördlich besteht bereits die Haltestelle Breitenleer Straße. Ursprünglich unter dem Namen "Kagran ÖBB", ist diese Station ein Paradebeispiel, wie man eine eigentlich interessante Station verkommen lassen kann. Obwohl sich unter anderem ein großes Möbeleinrichtungshaus direkt bei der Station befindet, wird diese kaum genutzt. Kein Wunder auch: die Station ist ebenso schwer zu finden wie unattraktiv und mit absolut unregelmäßigen Abfahrtszeiten. Hier bedarf es einer gründlichen Modernisierung. Im städtischen Bereich müssten ein asphaltierter Bahnsteig, ausreichend Beleuchtung und ein Wartebereich eigentlich als selbstverständlich gelten. Auch im Bereich Rautenweg (Rinterzelt) legen die Gleise inmitten eines großen Gewerbegebietes mit zahlreichen Firmen.

Somit wäre auch hier die Errichtung einer Haltestelle Rautenweg durchaus sinnvoll. Von der S-Bahn-Station aus könnten Busse die Arbeitskräfte rasch zu deren Firmen bringen. Bisher ist das Gebiete nur von der U1 aus mit Umsteigen erreichbar. Von hier aus verläuft die S-Bahn-Strecke weiter Richtung Norden und teilt sich auf die Äste nach Wolkersdorf und Laa and der Thaya sowie zur Nordbahn (Leopoldau-Floridsdorf) auf. Neben den Regionalzügen Richtung Weinviertel wird die Strecke bereits seit einigen Jahren auch von der S8 bedient, welche einen kleinen Kreis östlich vom Zentrum befährt.

Bahnsteig Breitenleer Straße

Breitenleer Straße

Ikea Nord

Rinetrzelt

Marchegger Ostbahn & Seestadt Aspern

Zurück an der Station Erzherzog-Karl-Straße, an der die Gleise nach Osten abzweigen. Diese Strecke wird heute neben den EURegio- und REX-Zügen von der Linie S80 bedient. Kurz nach der Erzherzog-Karl-Straße befindet sich die Haltestelle "Hirschtetten". Aufgrund der weiten Entfernung zum Ortskern von Hirschtetten wird die Haltestelle kaum genutzt.

An der Station Hausfeldstraße die Züge der S-Bahn ebenso wie die Oberleitung. Züge weiter nach Bratislava können nur mit Dieselloks über die eingleisige Strecke fahren.

Ein Ausbau dieser Strecke auf zwei Gleise inklusive Elektrifizierung wären dringend nötig. Mit regelmäßigen Zügen in die slowakische Hauptstadt wurde die Kapazitätsgrenze schon erreicht, obwohl die Verlängerung der S-Bahn äußerst wünschenswert wäre. Die Strecke über Marchegg hat den enormen Vorteil, dass sie direkt zum Hauptbahnhof von Bratislava führt, also dicht ans Zentrum, während die Strecke vom heutigen Südbahnhof über Bruck/ Leitha und Kittsee im Vorort Petrzalka endet.

Auf dem rund 200 Hektar großen Areal am ehemaligen Flugfeld Aspern soll ein neuer Stadtteil entstehen. Bereits 1992 wurden Anläufe zur Entwicklung dieser größten Flächenreserve der Stadt Wien unternommen. Da jedoch die für die Erschließung des neuen Stadtteils erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen weder im öffentlichen Verkehr noch im motorisierten Individualverkehr umgesetzt worden sind, konnte damals auch die Entwicklung des Flugfelds nicht eingeleitet werden.

Hauptaugenmerk beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs liegt auf der Verlängerung der U2 von der Station Aspernstraße bis zum Flugfeld Aspern sowie der Verlängerung der Schnellbahnlinie S80 zum künftigen

Flugfeld Aspern
1. Juni 2006,Link

Marchegger Ostbahn

S80 in der Station Hausfeldstraße

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